31.05.2006 - Gemeinderatssitzung 16

Gemeinderatssitzung 16

zu 1) Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit:
Bgm. Franz Hauser eröffnet die Sitzung mit der Begrüßung aller Anwesenden. Er stellt die Beschlussfähigkeit fest und erläutert die Tagesordnungspunkte.
 
zu 2) Wasserverbund Hippach-Schwendau:
Bgm. Gerhard Hundsbichler informiert, dass die beantragte Landesförderung für die Erstellung der Studie durch Ziv.Ing.-Büro Philipp zum „Wasserverbund Hippach/Schwendau“ vor kurzem gewährt wurde.
Er plädiert an Schwendau, den bekannt gegebenen Ausschuss zur Führung weiterer Gespräche über die Gründung eines Wasserverbundes Hippach/Schwendau von 7 Personen auf einen kleineren Ausschuss zu reduzieren um effektiv arbeiten zu können und schlägt von jeder Gemeinde 4 Vertreter vor. Seitens der Gemeinde Hippach übernimmt diese Agenden der Ausschuss für Wasser, Kanal und Müllbeseitigung (4 Personen). Die Ausschüsse könnten bereits Mitte Juni mit ihrer Arbeit beginnen, da bis dahin die entsprechenden Kostenschätzungen über den Wert der WVA Hippach/Schwendberg vorliegen werden.

Durch Bgm. Gerhard Hundsbichler wird darauf verwiesen, dass eine Wasserabtretung an die Gemeinde Schwendau nur unter Beteiligung von Schwendau an der Gesamtanlage (Quellfassungen bis zum neu geplanten Behälter „Treuting“) zielführend ist (laut Variante 3a der Studie von Ziv.Ing.-Büro Philipp).

Bgm. Franz Hauser erklärt, den Schwendauer Ausschuss auf 5 Personen zu reduzieren. An der nächsten Sitzung der beiden Ausschüsse soll auch Ziv.Ing. Wilfried Philipp teilnehmen um evtl. anstehende Fragen zur Studie erörtern zu können.
Bgm. Franz Hauser verweist darauf, dass die Gemeinde Schwendau für die nächsten Jahre einen zusätzlichen Wasserbedarf hat und sich daher ein Zusammenschluss mit Hippach anbietet. Die weiteren Verhandlungen sind ehest möglich durch die Ausschüsse zu führen, da im Zuge einer Straßenverbreiterung in Schwendau aus diesem Zusammenschluss notwendige Wasserversorgungsleitungen mit verlegt werden könnten.

Es wird vereinbart, dass die genannten Ausschüsse von Hippach und Schwendau die Gespräche so bald als möglich zu Variante 3a der Studie von Ziv.Ing.-Büro Philipp aufnehmen sollen.

 

zu 3)  Architektenwettbewerb für die Neuerrichtung Musik-Probelokal mit Pavillon und Vorplatzgestaltung:
Bgm. Franz Hauser erläutert die Wichtigkeit eines neuen Musikprobelokales, da durch die steigende Anzahl von Musikanten und Ausrüstung die bestehenden Räumlichkeiten viel zu klein sind, und durch den vermehrten Eintritt von Musikantinnen die entsprechenden getrennten sanitären Einrichtungen fehlen. Ein Ausschuss der Bundesmusikkapelle Hippach hat sich durch Besichtigung von anderen Probelokalen ein Bild über den Bedarf und die Möglichkeiten gemacht. Geplant ist die Errichtung eines Probelokales samt Nebenräumen und Errichtung eines neuen Pavillons mit Vorplatzüberdachung. Dieser Platz könnte somit auch anderen Veranstaltungen außerhalb der Konzerte der Musikkapelle für Vereine, kirchl. Feiern udgl. zugänglich gemacht werden (Anlage 1). Ein Architektenwettbewerb, welcher von der Dorferneuerung angeregt und auch von dieser geleitet und unterstützt wird, soll auf diesem sensiblen Platz für verschiedene Gestaltungsvorschläge sorgen.
Eine Entscheidung über die Durchführung eines Architektenwettbewerbes sollte in der heutigen Sitzung fallen, damit diese Betreibung durch die Dorferneuerung in seiner Sitzung am 8. Juni 2006 beschlossen werden kann.
 

Die Finanzierung für den Bau des Musikpavillons und Außengestaltung in durch die Gemeinden Hippach und Schwendau sowie dem Tourismusverband vorgesehen. Für das Musikprobelokal ist neben den Gemeinden Hippach und Schwendau auch die Gemeinde Ramsau i. Z. mit einzubeziehen.
Der Architektenwettbewerb soll durch die drei Gemeinden Hippach/Ramsau i. Z./Schwendau. betrieben werden.
Der zeitliche Fahrplan ist so vorgesehen, dass die Ausschreibung bis Ende Juni 2006 mit Architektenhearing, Juli/August die Planungsphase, Anfang Sept. die Vorlage der Pläne mit Modell und, Ende Sept. die Jurysitzung erfolgt. Nach der abschließenden Entscheidung ist die Ausschreibung der Arbeiten über Winter 2006/07, mit Baubeginn Mai 2007 vorgesehen.
Laut Empfehlung der Dorferneuerung soll die Einladung an 5 Architekten ergehen. Den teilnehmenden Projektanten wird eine Aufwandentschädigung in der Höhe von € 3.000,--. incl. Modell zugesprochen. Für die Abwicklung des Arch.-Wettbewerbes sind zusätzliche Kosten in der Höhe von € 10.000,-- (Grundmodell, Jury etc.) vorzusehen. Die Durchführung dieses Wettbewerbs wird mit ca. 70 - 75 % der Kosten durch das Land Tirol (Dorferneuerung) unterstützt.
Die Jury soll aus 6 Sachpreisrichter (Schwendau: Bgm. Franz Hauser, Bgm-Stv. Johann Wechselberger, Gerhard Anfang – Hippach: Bgm. Gerhard Hundsbichler, Fritz Sandhofer, Schiestl Albert evtl. TVB-Obmann Hermann Thaler), 3 Fachpreisrichter des Landes (Dorferneuerung) und beratende nach Wahl (Vertreter der Musikkapelle mit Obmann und Kapellmeister.). Laut Bgm. Franz Hauser liegen bereits Bewerbungen von Architekten vor.
Die Vorgaben für die Planung beinhalten eine Ausführung in 2 Bauabschnitten unter Einhaltung örtlicher Bauvorschriften sowie die Nutzung vorgegebener angrenzender Grundstücksstreifen aus dem Widumgrund für Parkflächen. Für die Finanzierung wurde die Unterstützung des Landes bereits zugesagt. Um die Vorsteuer zu ersparen soll die Möglichkeit einer Leasingfinanzierung bzw. Mietbasis geprüft werden.
Um den zusätzlichen Aufwand der geplanten Vorplatzüberdachung rechtfertigen zu können, sollen vorerst konkrete Möglichkeiten über die Auslastung des Platzes außerhalb der Konzerte geprüft werden.
Einsparungspotentiale ergeben sich laut Obmann der BMK im Probelokal für die Akustik (kann durch die Musikkapelle gemacht werden) sowie im Innenausbau. Das Probelokal soll jedoch den heutigen Standards entsprechen .
Es wird einstimmig beschlossen, über die Dorferneuerung einen Architektenwettbewerb laut vorstehenden Ausführungen mit den Architekten S:U:N: Arch. DI Daniela Vukovits und Mag. Arch Hans Pircher, Graz/Zell a. Z., Arch. DI Prof. Matthias Reichenbach-Klinke, München, Arch. DI Scheitnagl Thomas, Fügen, Arch. DI Axel Birnbaum, Innsbruck und DI. Luxner Willi-VIVA Bauabwicklungs-GmbH. durchzuführen.

 

zu 4)  Sanierung Dachgeschoß Volksschule mit Knaben- und Mädchenhandarbeitsraum und Schaffung von Unterrichtsräumlichkeiten für die Landesmusikschule:
Bei der früheren Renovierung des Schulgebäudes blieb das Dach und ein Ausbau des Dachgeschoßes mangels bestimmter Verwendung unberücksichtigt. Das Dach ist renovierungsbedürftig und es wurden Überlegungen angestellt, die eine bessere räumliche Nutzung durch eine teilweise Aufstockung ermöglicht.
Es ergibt sich die Möglichkeit der Schaffung von Handarbeitsräumen sowie Räume für die Landesmusikschule. Durch Arch. DI Zieger wurde eine Raumbedarfsberechnung mit Grundrissskizze (siehe Anlage 2) erstellt.
Einer früheren Anfrage zufolge wurden Musikschulräume mit € 26.500,--  pro Raum durch das Land gefördert.

 

Zweifel bestehen an der vernünftigen Nutzung des 2. Stockes für die Musikschule (z.B.: Instrumententransport, Lärm).
Dazu wird entgegengehalten, dass der geplante Ausbau notwendig ist, um einen ordnungsgemäßen Schulbetrieb mit Musikschule sicherzustellen zu können. Mit der derzeitigen Nutzung von Unterrichtsräumen im Dachgeschoß ist auch ein Sicherheitsrisiko gegeben (fehlende Fluchtwege udgl.).
Einer früheren Anfrage zu Folge könnte mit einer Förderung des Landes mit ca. € 200.000,-- gerechnet werden. Die Gesamtkosten des Ausbaues laut Schätzung betragen ca. € 600.000,--.

 

Es wird einstimmig beschlossen, diesen Dachgeschoßausbau als zukünftiges Projekt zu verfolgen, eine Planung mit Kostenschätzung in Auftrag zu geben und beim Land um eine Förderung vorstellig zu werden. Ein Ausbau kann jedoch nur nach einem gesicherten Finanzierungsplan erfolgen.

 

Eine Diskussion ergibt sich über die Weiterführung der Volksschule Schwendberg in Konkurrenz zur Volksschule Hippach, welche derzeit durch die Klassenteilungszahl benachteiligt erscheint. Durch den Sanierungsbedarf des Volksschulgebäudes Schwendberg sind Überlegungen einer Auflassung zu treffen, zumal auch die Kindergartenkinder nach Hippach transportiert werden.
Dir. Alfred Mader bringt einen Bericht über die derzeitige Klassensituation der Volksschule Hippach und ersucht um entsprechende Mängelbehebung (Anlage 3).

 

zu 5) Ablöse Bruchbachverbauung:
Bgm. Gerhard Hundsbichler: In den Jahren 1993/94 wurde der „Bruchbach“ durch die WLV verbaut. Der Bereich des Auffangbeckens wurde abgelöst und dem öffentl. Gut zugeführt. Im Bereich des Schwelleneinbaues wurde festgestellt, dass eine Behinderung der Bewirtschaftung gegeben ist und daher ein Grundstreifen von jeweils 6 m entlang des Baches abgelöst und dem öffentl. Gut zugeführt werden soll. Im Jahre 2004 wurde ein Grundsatzbeschluss über die Ablöse ( ca. ÖS 40,--/m²) gefasst.
Die Grundablöse in der Höhe von ca. € 2.507,-- für die Verbauung des Bruchbaches im Bereich der Schwellen wird einstimmig beschlossen, wobei diese Kosten je zu 50 % durch die Gemeinden Hippach und Schwendau getragen werden.
In diesem Zusammenhang wird darauf verwiesen, dass das bestehende öffentliche Wegerecht (Fußweg Hippach – Treuting) nicht eingeschränkt werden darf und das bestehende Hinweisschild ehest möglich zu entfernen ist.

 

zu 6) Beteiligung Recyclinghof Mayrhofen.
Bgm. Franz Hauser verweist auf eine gemeinsame Wertstoffsammlung beim Recyclinghof Mayrhofen auch unter Einbindung der Gemeinde Ramsau, dadurch eine entsprechende Förderung für den Investitionsaufwand in der Höhe von € 22.000,-- durch das Land Tirol zu erreichen ist.
Bürgermeister Hundsbichler verweist dazu auf den Antrag der Gemeinde Hippach an den Planungsverband um eine gemeinsame einheitliche Regelung für die Recyclingplätze im Zillertal. Bis zu dieser Lösung soll für die Gemeinde Hippach mit der Wertstoffsammelstelle am Parkplatz Hippach und der Sperrmüllabgabe bei der Fa. Wildauer, Mayrhofen das Auslangen gefunden werden.

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